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Autoverkauf – privat oder gewerblich – was ist sinnvoll?

Autoverkauf - Thorben Wengert  / pixelio.de

Spätestens, wenn ein junger Gebrauchtwagen gekauft oder gar ein Neuwagen bestellt wurde, muss der alte Wagen weg – und das zu einem möglichst hohen Preis. Keine leichte Aufgabe, denn wer seinen alten Wagen einfach zu überhöhten Preisen in eine Gebrauchtwagenbörse inseriert, wird kaum Erfolg haben. Was sollte bei einem Verkauf beachtet werden?

Viele unseriöse Anbieter am Markt

Schnell und einfach ist der Verkauf beim sogenannten Fähnchenhändler um die Ecke: Gewerbliche Verkäufer von alten Autos werben durch die bekannten Visitenkarten in der Fensterscheibe offensiv um ihre Kundschaft und sind auch bei den angebotenen Wagen zumeist nicht wählerisch – wenn der Preis stimmt. Und genau hier liegt der Haken: Die gebotenen Beträge bewegen sich zumeist so deutlich unterhalb des realistischen Marktwertes, dass von dem Geschäft in jedem Fall Abstand genommen werden sollte. Der Verkauf an einen seriösen Vertragshändler bringt zwar mehr Geld ein, ist aber in der Regel nur bei relativ jungen Gebrauchten möglich. Besondere Konditionen stehen zumeist in Zusammenhang mit dem Neukauf eines Fahrzeugs. Ob es sich dabei aber um einen lukrativen Verkauf handelt, ist ebenfalls fraglich. Denn im gleichen Maße wird der Verhandlungsspielraum beim Neuwagen eingeschränkt.

Gewährleistung gibt Gebrauchtwagenkunden Sicherheit

Wenn das Fahrzeug in einer Gebrauchtwagenbörse inseriert wird, lassen sich zumeist höhere Preise erzielen, weil der Verdienst bzw. die Provision des Händlers entfällt. Der Verkaufspreis entspricht allerdings nicht jenem, der bei einem gewerblichen Händler zu erzielen und erwarten wäre. Der Grund liegt ganz einfach darin, dass viele Käufer sich lieber bei Händlern umsehen – die müssen nämlich seit einigen Jahren auch bei Gebrauchtwagen eine zweijährige Gewährleistung einräumen. Diese Gewährleistung soll sicherstellen, dass das Auto zum Zeitpunkt des Verkaufs in einem für das Alter und die Laufleistung entsprechendem Zustand war und nicht bereits nach kürzester Zeit unbrauchbar wird. Davon ausgenommen sind selbstverständlich Mängel, die bekannt waren und schriftlich im Kaufvertrag festgehalten wurden. Konkret bedeutet dies, dass abgefahrene Bremsbeläge bei einem Fahrzeug mit einer Laufleistung von 100.000 durchaus hinzunehmen sind und auch von der Gewährleistung nicht abgedeckt werden. Sollte bei demselben Fahrzeug aber beispielsweise eine Zylinderkopfdichtung undicht werden oder aber ein Zahnriemen innerhalb der Wechselintervalle reißen, haftet der Händler. Wichtig ist dabei noch die Beweispflicht: Innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Kauf muss der Händler bei einem Schaden beweisen, dass dieser durch den Käufer entstanden ist – beispielsweise durch einen Bedienfehler. Nach den sechs Monaten kehrt sich diese Beweislast um und der Kunde ist dann in der Nachweispflicht.

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

Auto privat verkaufen: Gewährleistung ausschließen

Weil diese Gewährleistung gesetzlich verankert ist, können sich die Händler davon nicht befreien. Daraus resultiert auch, dass Fahrzeuge, welche ein bestimmtes Alter überschritten haben, nicht mehr von gewerblichen Händlern angeboten werden. Privatpersonen unterliegen prinzipiell auch der Gewährleistungspflicht. Sie dürfen sich davon aber befreien, indem die Gewährleistung im Kaufvertrag explizit ausgeschlossen wird.

Vergleich im Internet möglich

Vor dem Privatverkauf muss zunächst der Wert des Gebrauchtwagens ermittelt werden. Bei jüngeren, auf dem Markt eher häufig vertretenen Modellen ist das meist schnell auf über Autobörsen im Internet zu erledigen. Dabei sollte beachtet werden, dass in den Preisen zumeist ein Verhandlungsspielraum von mindestens 10 Prozent einkalkuliert wird. Für die eigene Anzeige sind aussagekräftige Bilder des geputzten Autos ebenso wie eine ausführliche Beschreibung Pflicht. Sämtliche Extras sollten natürlich erwähnt werden. Je nach Fahrzeug kann auch eine Aufbereitung lohnen: Diese kostet samt Motorwäsche und Innenraumreinigung rund 300 bis 400 Euro. Handelt es sich um ein noch junges, aber leider schon etwas „verlebtes“ Fahrzeug, steigt der Wiederverkaufswert hierbei jedoch auch entsprechend in einem höheren Maße.

Gutachter ermöglichen individuelle, genaue Wertermittlung

Gelingt die Wertermittlung via Vergleich im Internet nicht, kann Ihnen die kostenlose Wertermittlung bei jetztautoverkaufen.de dank individueller Begutachtung durch einen Profi weiterhelfen. Hier lässt sich zunächst auch erst einmal im ersten Schritt online aufgrund der wichtigsten Fahrzeugdaten bereits eine Abschätzung durchführen – im Anschluss wird interessierten Autoverkäufern aber ein optionaler, kostenloser Termin mit einem Kfz-Gutachter angeboten, der den Wert des Fahrzeugs professionell vor Ort schätzt und gleich ein entsprechendes Angebot unterbreitet. Der Vorteil: Das Fahrzeug kann direkt an das Portal verkauft und ebenfalls kostenlos abgemeldet werden.

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